Ukrainian Karate Federation President Ivan Dutchak and WKF President Antonio Espinós seated at a table at WKF headquarters in Madrid, in front of a karate arena photo

In Madrid, am Hauptsitz der World Karate Federation (WKF), hat Präsident Antonio Espinós Ivan Dutchak empfangen, den Präsidenten des Ukrainischen Karateverbands. Der Weltverband stellte das Treffen unter zwei klare Überschriften: die Entwicklung des Karate in Europa und die Vorbereitung auf kommende internationale Veranstaltungen. Der Bericht, den die WKF am 1. Oktober 2026 veröffentlichte, ist knapp, gewährt aber einen aufschlussreichen Einblick, wie der Sport fernab der Wettkampfhallen gelenkt wird: im geduldigen Gespräch zwischen dem Weltverband und seinen nationalen Mitgliedern.

Ein Dialog, der die Karatewelt umspannt

Der Besuch gehört, so die WKF, zu den regelmäßigen institutionellen Treffen und Kontakten, die Espinós mit Vertretern nationaler Verbände aus aller Welt pflegt. Solche Begegnungen sollen den fortlaufenden Dialog mit den Mitgliedern der Karate-Gemeinschaft stützen und bieten Gelegenheit, die wichtigsten Entwicklungen zu besprechen, die den Sport auf nationaler, kontinentaler und internationaler Ebene betreffen. Das offizielle Foto fängt die Stimmung ein: die beiden Präsidenten nebeneinander an einem Tisch, hinter ihnen ein wandfüllendes Bild einer voll besetzten Karate-Arena, als wolle es alle Anwesenden daran erinnern, wohin all diese Arbeit am Ende führt.

„Eine der Karate-Großmächte Europas“

Espinós stellte den Besuch unter das Zeichen der Anerkennung. „Ich möchte Herrn Dutchak dafür danken, dass er sich die Zeit genommen hat, den WKF-Hauptsitz in Madrid zu besuchen. Die Ukraine ist eine der Karate-Großmächte Europas, nicht nur wegen ihrer herausragenden sportlichen Erfolge, sondern auch wegen der bemerkenswerten Teilnahmebilanz ukrainischer Athletinnen und Athleten bei internationalen Veranstaltungen“, sagte der WKF-Präsident.

Die Würdigung ruht auf zwei Säulen, und Espinós benannte beide. Die erste ist die Leistung, also die im Wettkampf erzielten Ergebnisse. Die zweite ist die Präsenz, das beständige Engagement ukrainischer Athletinnen und Athleten auf der internationalen Turnierbühne. In der Lesart des Präsidenten bemisst sich das Gewicht eines Verbands nicht nur an dem, was seine Karateka auf der Tatami erreichen, sondern auch daran, wie verlässlich sie dort antreten.

Ein offenes Ohr für die Region

Der zweite Teil seiner Worte verlagerte den Akzent vom Lob auf die Methode. „Das Treffen mit Herrn Dutchak gab uns die Gelegenheit, uns über die Lage des Karate in der Region auf den neuesten Stand bringen zu lassen, und hilft uns, das anhaltende Wachstum und die Entwicklung des Karate in Europa und weltweit zu unterstützen“, fügte Espinós hinzu.

Die Formulierung macht deutlich, dass Madrid ebenso ein Ort des Zuhörens wie des Sprechens war. Laut WKF erörterten Dutchak und Espinós die Lage des Karate in Europa und in der Welt und verbanden so ein regionales Lagebild, aus erster Hand von einem nationalen Präsidenten geliefert, mit der übergeordneten Strategie des Weltverbands. Es ist die Art von Austausch, die selten Schlagzeilen macht, von der das langfristige Wachstum eines Sports aber still und leise abhängt.

Eine Saison vor dem Finale

Das Treffen wurde bekannt, als der internationale Kalender in eine dichte Phase eintrat. Am selben Tag veröffentlichte die WKF ihren Überblick zur Karate One Series A in Salzburg, der vierten und letzten Station der Saison 2026, angesetzt vom 2. bis 4. Oktober in der Sporthalle Alpenstrasse. Gemeldet waren mehr als 1.200 Athletinnen und Athleten aus 82 Ländern, verteilt auf alle Einzelkategorien der Allgemeinen Klasse in Kata und Kumite sowie auf Team-Kata der Damen und Herren. Welche kommenden Veranstaltungen in Madrid zur Sprache kamen, ließ die WKF offen, doch die Größe des Salzburger Turniers zeigt, welche Anforderungen ein Turnierzyklus stellt, auf den sich die nationalen Verbände vorbereiten müssen.

Was aus der spanischen Hauptstadt bleibt, ist somit weniger eine spektakuläre Ankündigung als ein Bekenntnis zur Methode: der Dialog als Arbeitsinstrument und der Platz der Ukraine unter den führenden Karatenationen Europas, bekräftigt vom WKF-Präsidenten selbst.

Sources

Foto: wkf.net

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